Kapitalbeschaffung
Wie komme ich an Kapital?
Die Kapitalbeschaffung ist ein zentrales Thema für jeden Gründer, da ein Geschäftsvorhaben in der Regel höhere Geldsummen erfordert. Gerade in der Anlaufzeit müssen Gründer ihren Lebensunterhalt bestreiten, ohne mit ausreichenden Einnahmen aus ihrer Geschäftstätigkeit rechnen zu können. Leider stürzen sich zu viele Gründer in die Selbstständigkeit - geleitet von Euphorie und Tatendrang - und unterschätzen die Bedeutung einer gesunden Finanzierung. Das Risiko zu scheitern ist insbesondere in den ersten Geschäftsjahren leider enorm hoch, gerade wenn das vorhandene Kapital knapp kalkuliert wurde. Liquiditätsprobleme sind für die meisten Insolvenzen verantwortlich. Wer also sein Geschäftsrisiko reduzieren möchte, sollte sein Geschäftsvorhaben vernünftig und ehrlich kalkulieren.
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Keine Chance bei der Bank?
Nicht alle Gründer haben eine optimale finanzielle Ausgangsposition und können auf Unterstützung Ihrer Hausbank zählen (z.B. wegen eines Schufa-Eintrages). Auch die Art des Geschäftsvorhabens ist für Banken von entscheidender Bedeutung. So gibt es leider Branchen, die es bei den Banken besonders schwer haben.
Welche Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung gibt es noch?
► Privatdarlehen
Gründer leihen sich Geldbeträge bei Familienangehörigen, Freunden und Bekannten.
► Risikokapitalbeteiligung
Personen oder Unternehmen beteilgen sich mit Kapital an einem
Gründungsunternehmen
Hinweis:
• Die Beteiligung erfolgt hauptsächlich in junge, nicht börsennotierte,
technologieorientierte
Unternehmen. In Deutschland sind Minderheitsbeteiligungen in Höhe
von 20-35% üblich.
• die finanziellen Mittel werden prinzipiell zwar zeitlich unbegrenzt zur
Verfügung gestellt, aber da die Kapitalgeber das volle Risiko tragen
liegt das Ziel der Kapitalbeteiligung nicht in Dividenden- oder
Zinszahlungen, sondern im Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung
(Exit).
• Kapitalgeber erhalten häufig Informations-, Kontroll- und
Mitspracherechte, die über die üblichen Rechte aus ihrer Beteiligung
hinausgehen.
• aktive Beteiligungen (Managementunterstützung durch Kapitalgeber)
können von Vorteil sein, aber auch den eigenen unternehmerischen
Spielraum erheblich einschränken. Es ist leider schon häufig
vorgekommen, dass Gründer über diesen Weg der Kapitalbeschaffung
Ihr Unternehmen im Laufe der Zeit unfreiwillig verlassen mussten.
► Auxmoney, Smava und Co.
Mittlerweile gibt es Internetplattformen, die Kredite zwischen
Privatleuten vermitteln. Das Konzept ist einfach und hat sich tatsächlich
durchgesetzt. Es könnte für viele Gründer eine Option darstellen.
Kredite sind sogar teilweise günstiger als bei der Bank und das Geld ist
recht unkompliziert und schnell verfügbar.
Hinweis: Kreditsummen sind nicht sehr hoch (bis 50.000,- Euro)
Der Trend: Kredite von Privat an Privat

