Der E-Brief


Vor ein paar Monaten hat die deutsche Post den so genannten E-Brief eingeführt. Hier gibt es die Antworten auf die meisten gestellten Fragen:

 

 

Warum E-Brief?

Es gibt doch E-Mail. Der E-Brief ist keine E-Mail sondern ein Brief im Internet. Er ist verbindlich, vertraulich und verlässlich. Eine E-Mail kann anonym sein, von Unbefugten gelesen oder verändert werden – oder sie kommt nicht an. In der geschäftlichen Korrespondenz, die nicht nur vertraulich, sondern auch verbindlich sein muss, ist die E- Mail deshalb ein „No Go“.

 

 

Wozu kann man den E-Brief nutzen?

Der E-Brief kann für alle Rechtsgeschäfte verwendet werden, in denen Formfreiheit gilt oder Textform vorgeschrieben ist. Man kann E-Briefe auch als Einschreiben versenden.

 

 

Können E-Briefe nur an Personen oder Unternehmen gesendet werden, die an das Portal angeschlossen sind?

E-Briefe können an jeden geschickt werden – wenn der Empfänger keinen Internet-Anschluss hat, druckt die Post den Brief aus und stellt ihn mit der Tagespost zu.

 

 

Ohne Handy kein E-Brief - warum?

Das HandyTan-Verfahren ist ein Sicherheitsmerkmal – wie beim Online-Banking. Wer einen E-Brief verschicken will, erhält eine TAN per SMS, die er im E-Brief-Portal eingeben muss. Diese HandyTan, der Benutzername und das geheime Passwort stellen sicher, das der Absender auch der registrierte Nutzer ist.

 

 

Welche Vorteile bietet der E-Brief Privatpersonen?

Korrespondenz lässt sich jederzeit und überall empfangen. Man braucht nur einen Computer mit Internet-Anschluss und ein Handy. Künftig lassen sich per E-Brief ganze Lebenslagen managen. Beispiel Umzug: Wohnungssuche, Ummeldung, Anmeldung für Strom, Wasser, Heizung usw. Mit dem E-Brief kann man all dies vom PC aus erledigen, weil künftig öffentliche Institutionen, Behörden, Verbände und Unternehmen an den E-Postbrief angebunden sind.

 

 

Lassen sich E-Briefe elektronisch speichern?

Auf dem E-Brief-Konto lässt sich ein Datenvolumen von bis zu 200 MByte automatisch abspeichern. Geplant ist ein virtueller Dokumentensafe, in dem neben den E-Briefen weitere Dokumente sicher elektronisch abgelegt werden können.

 

 

Müssen Nutzer ihr E-Brief Konto täglich überprüfen?

Beim Eingang eines E-Briefs informiert die Post den Empfänger auf Wunsch per SMS, dass ein Brief angekommen ist. Der SMS-Service ist gratis.

 

 

Woher bekommt man die E-Briefadressen anderer Nutzer?

Auf dem E-Brief-Portal steht registrierten Nutzern ein öffentliches Verzeichnis der anderen registrierten Personen zur Verfügung. Allerdings sind dort – wie beim Telefonbuch – nur Nutzer aufgeführt, die einer Veröffentlichung auch zugestimmt haben.

 

 

Lassen sich zusätzliche Dokumente per E-Brief verschicken?
Anlagen können im PDF-Format angehängt werden. Diese werden ebenfalls elektronisch übermittelt.

 

 

Wodurch ist die Datensicherheit gegeben?
Die Deutsche Post verwendet zum Betrieb des E-Briefs die modernsten verfügbaren Verschlüsselungs- und Sicherheitstechnologien. Auch beim Datentransport zu Druckzentren und bei der Datenablage sind Inhalte komplett verschlüsselt.

 

 

Welche Vorteile bietet der E-Brief Geschäftskunden?

So können Kommunikationsprozesse vollständig abgebildet werden. Und zwar im Postein- und im Postausgang. Elektronische Wege sind schneller als der physische Transport. Die Kosteneinsparungen liegen zwischen 30 und 60 Prozent. Wegfallende Investitionen in eigene Druckanlagen, Material und Lagerkosten sind noch nicht mitgerechnet.

 

 

Was nutzt der E-Brief dem Versandhandel?

Der E-Brief ist für Großteil der versandhandelstypischen Kommunikation geeignet, etwa Rechnungen, Mahnungen, Statusmeldungen, Versand- und Retourenbestätigungen, Gutscheine, Servicebriefe, Ratenplaninformationen oder Kontostandsermittlungen.

 

 

Quelle: E-COMMERCE-MAGAZIN 02/11, Autor Ralf Wiegend - gekürzt

 

 

 

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